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Seekrank auf einem Kreuzfahrtschiff zu werden, kommt heute nur noch sehr selten vor – weniger als 3% der Passagiere werden wirklich seekrank. Mittlerweile sind die meisten Schiffe so groß und stabil gebaut sowie mit speziellen Stabilisatoren ausgestattet, sodass sich die Schiffe selbst bei stärkerem Seegang kaum bewegen. Die Devise ist:

„Je größer das Schiff, desto besser!“

Tritt der seltene Fall ein, dass ein Passagier seekrank wird, gibt es zahlreiche Mittel und Vorbeugungsmaßnahmen um der Seekrankheit entgegenzuwirken.

Die Seekrankheit ist eine Unterform der Reisekrankheit, die meistens 2-3 Tage andauert und durch widersprüchliche Sinneseindrücke ausgelöst wird. In der Regel kann jeder Mensch davon betroffen sein – auch erfahrene Kreuzfahrtreisende und Crewmitglieder. Wie bei jeder Krankheit, kann auch die Seekrankheit unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Während Säuglinge nicht und ältere Menschen kaum von der Seekrankheit betroffen sind, sind Kinder zwischen 3 und 12 Jahren sowie Schwangere anfälliger. 

Vorbeugung

Besonders Menschen, die allgemein sehr empfindlich reagieren, sollten Maßnahmen zur Vorbeugung vornehmen.

Schon bei der Auswahl der Route einer Kreuzfahrt kann auf einige Aspekte geachtet werden, wie zum Beispiel der Wellengang. Empfehlenswert sind hier Routen im karibischen Gewässer oder im Mittelmeer in den frühen Sommermonaten, da dort kaum bis gar kein Wellengang besteht und somit gar nicht an eine Seekrankheit zu denken ist.

Seekrankheit - Wahl der Kabine

Kabinenwahl

Auch die Kabinenwahl spielt eine wichtige Rolle: Ideal ist eine Kabine mit Ausblick oder Balkon und in der Mitte des Schiffes, denn dort wird der Wellengang am wenigsten gespürt. Am Tag der Einschiffung ist es ratsam, nur kleine Mahlzeiten zu sich zu nehmen und auf Nikotin und Kaffee zu verzichten.

Allgemein dienen folgende Aspekte der Vorbeugung während der Kreuzfahrt:

  • Frische Luft, mittig auf dem Schiff bleiben
  • Blick auf den Horizont (Sinneseindrücke werden in Einklang gebracht)
  • Ausreichend Schlaf
  • Verzicht auf Lesen und schlechte Gerüche
  • Verzicht auf histaminhaltige Lebensmittel: Hartkäse, Salami, Thunfisch, Meeresfrüchte, eingelegtes Gemüse, Rotwein
  • Eingeschränkte Benutzung/ Verzicht auf Genussmittel: Alkohol, Nikotin, Kaffee
  • Beruhigte/ entspannte Psyche

 

Seekrankheit - Wundermittel Ingwer

Alternativen zu Medikamenten:

Ingwer gilt als Wundermittel – auch in diesem Fall. Es empfiehlt sich, Ingwer in entsprechenden Tabletten oder Pulverform zu kaufen.
Besatzungsmitglieder sind ebenfalls von Vitamin C überzeugt, welches ebenfalls als Präparat gekauft werden sollte.
Eine weitere Möglichkeit ist das sogenannte Seaband. Das ist ein Akupressur-Armband gegen Seekrankheit, welches beidseitig angelegt wird. Der Knopf im Armband drückt dann auf einen gewissen Punkt im Handgelenk, der Seekrankheit vorbeugen soll.

 

Mittel und Medikamente gegen
Seekrankheit

Die persönliche Reiseapotheke sollte auch Mittel gegen Seekrankheit beinhalten. Es gibt viele verschiedene Tabletten, Pflaster, Injektionen oder auch Kaugummis. Ein weit verbreitetes Mittel ist Skopolamin, da es sehr schnell wirkt. Das Scopoderm Pflaster ist ebenfalls eine gute Möglichkeit, da das Pflaster schon einen Tag vor der Kreuzfahrt auf der Haut aufgetragen werden kann.

In der Regel sind antihistaminhaltige Medikamente oder welche mit Dimenhydrinat sehr empfehlenswert. Vermieden werden sollte Schmerzmittel wie Aspirin oder Voltaren, da diese einen starken Histamin-Anstieg begünstigen und so die Gefahr höher ist, seekrank zu werden.

Eine Beratung durch einen Arzt oder Apotheker ist in jedem Fall vor der Kreuzfahrt ratsam, um das beste Präparat für sich zu erhalten und über die Nebenwirkungen aufgeklärt zu werden.

 

 

Welche Symptome treten bei einer Seekrankheit auf?

  • Unwohlsein
  • Frösteln, kalter Schweiß
  • Drückendes Gefühl in der Magengegend
  • Zunehmend: Kopfschmerzen, Schwindel
  • Brechreiz bis hin zum Erbrechen → Erbrechen bringt kurzzeitige Besserung und Erleichterung
  • Gefahr der Dehydrierung

In Notfällen kann der Schiffsarzt konsultiert werden, um eine medizinische Versorgung zu machen.

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