Der Coronavirus und die damit einhergehenden Veränderungen beschäftigen nach wie vor die ganze Welt. Besonders die Tourismus-, und somit auch die Kreuzfahrt-Branche, ist betroffen. Dadurch kam es in den letzten Monaten bei allen Reedereien nicht nur zu Einschränkungen, sondern auch zu kompletten Absagen von Kreuzfahrten. Wir möchten Sie hier über Neuigkeiten bezüglich des Coronavirus in der Kreuzfahrt-Branche informieren, damit Sie auf dem neuesten Stand sind.

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Aktuelle Lage in der Kreuzfahrt-Branche

Die weltweite Reise-Warnung vom Auswärtigen Amt wurde für die meisten europäischen Länder inzwischen aufgehoben. Dementsprechend öffnen Urlaubsländer wieder ihre Grenzen für Touristen. Doch trotzdem müssen Regierung und Reedereien noch immer flexibel sein, denn Neuigkeiten bezüglich Corona erfolgen meist sehr kurzfristig, sodass Reisebedingungen sich theoretisch jederzeit ändern könnten. Darüber hinaus reicht für Kreuzfahrtanbieter die Erlaubnis des Auswärtigen Amtes nicht aus. Sie benötigen zusätzlich die Zustimmung der einzelnen Länder und Hafenbehörden, um dort mit ihren Schiffen anlegen zu dürfen. Außerdem sind in vielen Destinationen weltweit die Bedingungen für ein sicheres Reisen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht wieder gegeben. 

Trotzdem gibt es für die Kreuzfahrt-Branche endlich gute Nachrichten: Der Betrieb wird derzeit langsam immer weiter aufgenommen.

© Dubai Infoguide

Im Folgenden geben wir Ihnen die wichtigsten Informationen zum Thema Umbuchung für bereits gebuchte Kreuzfahrten, die leider nicht stattfinden können bzw. konnten. Außerdem erfahren Sie, wie es bei den Reedereien TUI Cruises, AIDA Cruises und MSC Kreuzfahrten jetzt weitergeht und wie deren Hygiene-Maßnahmen an Bord aussehen. 

Reedereien

TUI Cruises

Umbuchungen

TUI Cruises hat mitgeteilt, dass alle Reisen – mit einigen Ausnahmen – bis Ende des Jahres gestrichen sind. Des weiteren sind Kreuzfahrten ab/bis USA und die Mein Schiff Herz Südafrika Winter-Saison bis März 2021 abgesagt worden. 

Alle Gäste mit Reisebeginn bis zum einschließlich 31. Oktober 2020 können unabhängig vom gebuchten Tarif bis spätestens fünf Tage vor Reisebeginn gebührenfrei umbuchen. Zusätzlich bekommen sie 10% Ermäßigung auf ihre neue Reise inklusive An- und Abreisepaket. Bei Umbuchungen bis zum 31.12.2021 gibt es eine Ermäßigung von 5%.

Sollten sie ihr Guthaben bis zum 31. Dezember 2021 nicht eingelöst haben, erhalten sie ihre bisher geleistete Zahlung in vollem Umfang zurück. Die Ermäßigung auf eine Neubuchung verfällt dabei. Wenn sie sich bereits vorher eine Auszahlung wünschen, ist auch dies möglich.

Für die beiden Event-Reisen, die von den Ausfällen betroffen sind (The Kelly Family Cruise & Jeckliner 2), steht TUI derzeit in engem Kontakt mit den Künstlern, um alternative Termine zu finden. Sobald diese feststehen, werden die Gäste informiert und ihre Reise direkt umgebucht.

Wie geht es weiter?

Den Auftakt hat TUI Cruises bereits am 24. Juli in Hamburg mit den sogenannten „Blauen Reisen“ auf der Mein Schiff 2 gemacht. Dabei handelt es sich um drei- bis viertägige Kurz-Reisen ab/bis Hamburg. Im November soll das Schiff auf die Kanaren wechseln und dort auf zwei verschiedenen Routen fahren. Die Reisedauer beläuft sich auf 7 bis 14 Tage. Auch geführte Landausflüge werden möglich sein. 

Auch der Betrieb der Mein Schiff 1 wurde wieder aufgenommen. Seit mehreren Wochen fährt das Schiff, wie die Mein Schiff 2, ohne Landgänge in Nordeuropa. Die Kreuzfahrten der Mein Schiff 2 starten ab Kiel. Das Schiff wird wohl bis in den Januar Blaue Reisen absolvieren. 

Bei den Absagen gelten diese Reisen demnach als Ausnahmen. Überraschenderweise wurde ebenfalls die Orient Reise mit der Mein Schiff 6 ab dem 14. Dezember noch nicht abgesagt. 

Seit dem 13. September fährt die Mein Schiff 6 schon wieder. Derzeit bietet TUI Cruises ab Kreta eine siebentägige Kreuzfahrt in Griechenland an. Auf der Reise werden die Häfen von Piräus (Athen) und Kerkyra (Korfu) angesteuert. Die anderen Tage werden auf See verbracht. TUI Cruises bietet nach 6 Monaten erstmalig wieder geführte Landausflüge in Athen und Korfu an. Auf der Kreuzfahrt sind keine individuellen Landausflüge gestattet. Vorerst wird das Schiff wohl bis Dezember noch in Griechenland bleiben und dann – wenn möglich – in den Orient übergeführt.

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AIDA Cruises

Umbuchungen

AIDA Cruises hat mitgeteilt, dass alle Reisen bis zum einschließlich 31. Oktober 2020 abgesagt sind. Außerdem abgesagt sind alle bis Ende des Jahres geplanten Kreuzfahrten ab/bis USA und Kanada und die Weltreise mit der AIDAaura ab dem 26. Oktober 2020.

Alle Gäste, deren Reise bis zum 31. Juli 2020 stattfinden sollte, bekommen bereits getätigte Zahlungen in Form des Reiseguthabens erstattet. Außerdem möchte AIDA sich für das Vertrauen seiner Gäste bedanken und diesen zusätzlich einen Bonus in Höhe von 10% auf bereits geleistete Zahlungen geben.

Dieses Reiseguthaben kann für alle Buchungen von AIDA Reisen bis zum 31.12.2021 eingelöst werden. Dies gilt auch für MyAIDA-Leistungen oder Bordguthaben. Wenn Gäste schon MyAIDA-Leistungen gebucht haben, werden diese selbstverständlich ebenfalls zurückerstattet.

Wenn Gäste nicht umbuchen möchten, erstattet AIDA ihnen den gezahlten Reisepreis zurück, allerdings ohne den Bonus von 10%. 

Weitere Informationen darüber, wie Sie das Reiseguthaben bekommen, finden Sie hier in der Anleitung von AIDA Cruises.

Wie geht es weiter?

Ursprünglich war der Neustart für den 5. August geplant, allerdings musste die Reederei diesen aus verschiedenen Gründen leider schon einige Male verschieben. 

Der aktuelle Termin für den Neustart ist der 17. Oktober 2020. Geplant sind von da an siebentägige Reisen auf der AIDAblu in Civitavecchia/Rom, die unter anderem über Neapel, Catania und La Spezia führen.

Im November sollen zudem zwei weitere Schiffe von AIDA Cruises in See stechen. Derzeit wird geplant, dass die AIDAmar ab dem 1. November 2020 und die AIDAperla ab dem 6. November 2020 auf den Kanaren starten sollen. Trotz der aktuellen Reisewarnungen sollen die Pläne verfolgt werden. Die Kreuzfahrten führen von Gran Canaria aus zu den schönsten der Kanarischen Inseln.

Die drei Schiffe sollen nicht lange alleine bleiben. Im Dezember plant AIDA Cruises Kreuzfahrten im Mittelmeer und im Orient. 

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MSC Kreuzfahrten

Umbuchungen

MSC Kreuzfahrten hat mitgeteilt, dass alle Reisen (mit einigen Ausnahmen) ab/bis Mittelmeer, Asien und Nordamerika bis zum einschließlich 31. Oktober 2020 und alle Nordeuropa-Abfahrten bis Ende des Jahres abgesagt sind. 

Kreuzfahrten mit Abreisedatum bis zum einschließlich 31. Oktober 2020 können auf einen späteren Zeitpunkt und – falls gewünscht – sogar in eine andere Region umgebucht werden. Dafür müssen die Gäste sich spätestens 48 Stunden vor geplanter Abfahrt des Schiffes, bei Buchungen mit Flug-An- und Abreise über MSC spätestens 96 Stunden vor Abfahrt, bei MSC melden. Die Umbuchung an sich ist komplett kostenlos, lediglich wenn Flüge storniert werden, könnten Kosten anfallen, oder wenn die neue Reise preislich hochwertiger ist. In diesem Fall ist allerdings lediglich die Differenz zu zahlen.

Wie geht es weiter?

Bei MSC Kreuzfahrten ist eine schrittweise Wiederaufnahme des Betriebs bis zum Beginn der Sommersaison im März 2021 geplant. 

Und tatsächlich hat zumindest die MSC Grandiosa ihren Betrieb am 15. August bereits wieder aufgenommen. Das Schiff fährt aktuell im Mittelmeer und soll dort auch noch bis Ende des Jahres bleiben. Auf der siebentägigen Kreuzfahrt werden die Häfen von Civitavecchia, Neapel, Palermo und La Valletta angesteuert. Auch eine Weihnachtsreise ist mit der MSC Grandiosa ab Genua am 20. Dezember 2020 geplant. 

Darüber hinaus gibt es einen neuen Termin für den Neustart für die MSC Magnifica. Der Termin wurde einige Male verschoben und ist im Moment für den 19. Oktober 2020 geplant. Das Kreuzfahrtschiff soll dann auf eine zehntägige Kreuzfahrt im westlichen und östlichen Mittelmeer starten.

Auch ein neues Winter-Programm (2020/21) mit mehr als 90 unterschiedlichen Kreuzfahrtrouten in sechs verschiedenen Regionen weltweit ist bereits buchbar.

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Weitere Informationen zu anderen Kreuzfahrten finden Sie bei der jeweiligen Reederei und Auskunft über die Maßnahmen, um Corona zu bekämpfen, finden Sie beim Bundesgesundheitsministerium.

Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen

Jetzt, da Kreuzfahrtschiffe langsam wieder Fahrt aufnehmen, gibt es einige Besonderheiten in Form umfassender Sicherheits-Konzepte. Diese beinhalten, neben den bereits bestehenden sehr hohen Hygiene- und Gesundheitsstandards, eine Vielzahl weiterer präventiver Maßnahmen.

So finden die ersten Kreuzfahrten mit einer deutlich niedrigeren Auslastung der Passagier-Kapazitäten (ca. 50%) statt. Außerdem sind alle Reisen auf einen kürzeren Zeitraum beschränkt. Landgänge finden lediglich im Rahmen geführter Ausflüge statt, um die Einhaltung aller Hygienemaßnahmen gewährleisten zu können.

Bevor die Kreuzfahrt überhaupt losgeht, soll schon so weit wie möglich gewährleistet sein, dass alle an Bord Anwesenden gesund sind. Besatzungsmitglieder müssen deshalb einen negativen COVID-19-Test vorlegen. Für die Gäste reicht es, im Vorfeld einen digitalen Gesundheits-Fragebogen auszufüllen und vorsorglich die Körpertemperatur messen zu lassen.

Der Check-In findet online statt. Darüber hinaus wird durch feste Einschiffungs- und Ankunftszeiten die Anzahl der Personen am Hafenterminal reduziert. Bei begründetem Corona-Verdacht kann die Einschiffung selbstverständlich verweigert werden.

Während der Reise wird sehr viel Wert auf Hygiene und Sauberkeit gelegt. Neben dem Mindestabstand von 1,5 Metern und der Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in Innenräumen und an Orten, an denen der Mindestabstand nicht gewährleistet werden kann, gibt es Plexiglas-Aufsteller und Markierungen auf dem Boden für sichere Wege. Außerdem findet eine intensive Reinigung des gesamten Schiffs und eine dauerhafte Frischluft-Zufuhr von außen statt. 

Alle Veranstaltungsorte und Unterhaltungsangebote sind auf weniger Menschen ausgerichtet.

Auf medizinische Versorgung wird besonders großen Wert gelegt. An Bord befindet sich Personal, das die Maßnahmen kontrolliert und das restliche Personal hinsichtlich der Ausbreitung des Coronavirus schult. Falls es trotz allem zu einer Infektion kommen sollte, sind die Schiffe gut vorbereitet. So gibt es beispielsweise Corona-Tests, Beatmungsgeräte und einen Notfall-Plan, um infizierte Personen sicher vom Schiff bringen zu können.

Die genauen Maßnahmen von TUI Cruises, AIDA Cruises und MSC Kreuzfahrten finden Sie, wenn Sie auf den jeweiligen Namen klicken. 

Wie geht es in der Kreuzfahrt-Branche weiter? 

Auch wenn immer noch Ausnahmesituation und daraus resultierende Unsicherheit herrscht, und es schwierig ist, Prognosen darüber aufzustellen, wann der Betrieb sich wieder komplett normalisiert haben wird, ist im Vergleich zu den letzten Monaten eine positive Tendenz erkennbar. Kreuzfahrtschiffe sind wieder unterwegs und die Hygiene-Maßnahmen zeigen Wirkung. Es gibt Grund zur Hoffnung. 

Stand: 14.10.2020

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