Der Coronavirus und die damit einhergehenden Einschränkungen beschäftigen nach wie vor die Tourismus- und somit auch die Kreuzfahrt-Branche. Im letzten Jahr kam es bei allen Reedereien zu Absagen von Kreuzfahrten. Mittlerweile haben viele Schiffe allerdings wieder Fahrt aufgenommen. Wir möchten Sie hier über Neuigkeiten bezüglich des Coronavirus in der Kreuzfahrt-Branche informieren, damit Sie auf dem neuesten Stand sind.

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Aktuelle Lage in der Kreuzfahrt-Branche

Die Kreuzfahrt-Branche ist von den Auswirkungen der Corona Pandemie sehr stark betroffen.

Das Auswärtige Amt warnt vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in eine Vielzahl von Ländern. 2020 wurden viele Kreuzfahrten abgesagt. Auch jetzt haben längst noch nicht alle Schiffe wieder Fahrt aufgenommen, allerdings ist Licht am Ende des Tunnels. Regierung und Reedereien müssen dennoch sehr flexibel sein, denn Neuigkeiten bezüglich Corona erfolgen teilweise erst kurzfristig, sodass sich Reisebedingungen jederzeit ändern könnten. 

Neben der Erlaubnis des Auswärtigen Amtes, um in die Länder einreisen zu können, benötigen Kreuzfahrtanbieter die Zustimmung der einzelnen Länder und Hafenbehörden, um dort mit ihren Schiffen anlegen zu dürfen. In vielen Destinationen weltweit sind die Bedingungen für ein sicheres Reisen derzeit nicht gegeben. 

© Dubai Infoguide

Im Folgenden geben wir Ihnen die wichtigsten Informationen zum Thema Umbuchungen für bereits gebuchte Kreuzfahrten, die leider nicht stattfinden können, bzw. konnten. Außerdem erfahren Sie, wie es bei den Reedereien TUI Cruises, AIDA Cruises und MSC Kreuzfahrten jetzt weitergeht und wie deren Hygiene-Maßnahmen an Bord aussehen. 

Reedereien

TUI Cruises

Umbuchungen

TUI Cruises hat im Laufe der Pandemie viele Reisen abgesagt. Zunächst wurden alle Reisen bis Ende des Jahres 2020 gestrichen. Weitere folgten relativ schnell, nachdem es keine Aussicht auf Verbesserungen bezüglich der Ausbreitung des Corona-Virus gegeben hatte. Mittlerweile sind allerdings viele Schiffe wieder unterwegs, wenn auch nicht auf den geplanten Katalogreisen. Diese wurden weitestgehend abgesagt. Betroffen sind u.a. die Nordamerika-Saison und Transreisen ab 29. Oktober 2021. Eine Ausnahme bietet allerdings die Mein Schiff 2, die seit Mitte Juli auf Katalog-Reisen unterwegs ist. 

Alle Gäste können unabhängig vom gebuchten Tarif bis spätestens fünf Tage vor Reisebeginn (ausgenommen Blaue Reisen) gebührenfrei umbuchen. Zusätzlich bekommen Sie 10% Ermäßigung auf Ihre neue Reise inklusive An- und Abreisepaket bei Einlösung des Reiseguthabens bis 30. September 2021. Bei Umbuchungen bis zum 31. Dezember 2021 gibt es eine Ermäßigung von 5%.

Sollten Sie Ihr Guthaben bis zum 31. Dezember 2021 nicht eingelöst haben, erhalten Sie Ihre bisher geleistete Zahlung in vollem Umfang zurück. Die Ermäßigung auf eine Neubuchung verfällt dabei. Wenn Sie sich bereits vorher eine Auszahlung wünschen, ist auch dies möglich.

Wie geht es weiter?

Den Auftakt hat TUI Cruises bereits am 24. Juli 2020 in Hamburg mit den sogenannten „Blauen Reisen“ (der Name wurde mittlerweile zur „Großen Freiheit“ geändert) auf der Mein Schiff 2 gemacht. Das Schiff ist auf zwei verschiedenen Routen auf den Kanaren gefahren, wobei sich die Reisedauer auf 7 bis 14 Tage belaufen hat. Auf der vierzehntägigen Route wurden die Häfen von Gran Canaria, Fuerteventura, Teneriffa, La Palma, Lanzarote und La Gomera angefahren. Mittlerweile fährt das Schiff auf einer Route ab Palma de Mallorca. Auch hier werden zwei unterschiedliche Routen angeboten. Im November findet eine Überfahrt in die Dominikanische Republik statt, wo das Schiff über den Winter eingesetzt werden wird. 

Auch die Mein Schiff 1 ist eine Route auf den Kanarischen Inseln gefahren und fährt seit dem 23. Mai ab/ bis Kiel. 

Die Mein Schiff 6 ist ebenfalls wie die Mein Schiff 1 Routen in Nordeuropa gefahren, fährt mittlerweile aber im Mittelmeer und wird Ende Oktober in den Orient verlegt. 

Die Mein Schiff 5 hat auch wieder Fahrt aufgenommen. Seit dem 13. Mai fährt das Schiff auf einer Route in Griechenland ab Kreta. Gäste können zwischen sieben-, acht- und fünfzehnnächtigen Kreuzfahrten wählen. Auf der Kreuzfahrt stehen u.a. Häfen wie Heraklion und Piräus auf dem Programm. Seit Mitte Juli ist es Gästen auf einer Reise in Griechenland sogar wieder erlaubt, individuelle Landausflüge zu unternehmen und selbstständig das Schiff zu verlassen.

Am 8. Juli hat ein weiteres Schiff wieder Fahrt aufgenommen. Die Mein Schiff 4 ist mit Italien-Kreuzfahrten gestartet. In Italien werden die Blauen Reisen „Italienische Küste 1“ und „Italienische Küste 2“ angeboten. Das Schiff fährt je nach Route von Genua aus die Häfen von Ajaccio, Civitavecchia, Palermo, Cannes und Salerno an. Ab Ende November wird das Schiff auf den Kanaren eingesetzt. 

Seit dem 30. Juli ist auch die Mein Schiff 3 wieder im Dienst. Derzeit fährt das Schiff im Mittelmeer und wird im Oktober auf die Kanaren überführt. Aktuell sind auf der Kreuzfahrt wieder individuelle Landgänge in Frankreich und Spanien erlaubt. Die Gäste dürfen eigenständig das Schiff verlasen und ohne geführten Landausflug auf Erkundung gehen. 

Eine neue Entwicklung ist die Einführung der „ganz großen Freiheit“. Auf diesen Reisen sind ausschließlich geimpfte Gäste zugelassen, diese haben jedoch mehr Möglichkeiten. So sind in einigen Fahrtgebieten individuelle Landgänge wieder möglich, die Selbstbedienung am Buffet, sowie eine uneingeschränkte Saunanutzung. Die Lockerungen richten sich nach den tagesaktuellen lokalen Vorgaben der einzelnen Fahrtgebiete. Aktuelle Informationen erhalten Sie bei Reiseantritt an Bord.

Ab dem 23.02.2022 wird TUI nun eine einheitliche Impfpflicht einführen, die für alle Schiffe der Flotte gilt. Bisher konnte man auf der Mein Schiff 4 auf die Kanaren auch als Getesteter in See stechen. Nachdem TUI jedoch aufgrund eines Corona-Ausbruchs im Dezember eine Kreuzfahrt abbrechen musste, wurde nun auf eine Impfvorgabe für alle Schiffe umgelenkt. Ergänzend ist vor jeder Kreuzfahrt ein Covid-19-Test verpflichtend. Die Impfpflicht ist von TUI soweit noch erweitert worden, dass alle Gäste, deren Grundimmunisierung länger als 3 Monate her ist, geboostert sein müssen um an ihrer Kreuzfahrt teilnehmen zu können.

Nachdem auf der Mein Schiff 6 positive Corona-Fälle gemeldet wurden, musste das Schiff eine Zwangspause in Dubai einlegen. Voraussichtlich wird das Schiff seinen Betrieb am 17.01.2022 wieder aufnehmen, die drei Kreuzfahrten, die bis dahin stattgefunden hätten, fallen jedoch dadurch leider aus.

TUI Cruises hat aufgrund der fortschreitenden Verbreitung der Omikron Welle beschlossen, keinen Voraufenthalt im Starthafen mehr zuzulassen. Alle neuen Buchungen sind nur noch im Flugpaket von TUI Cruises buchbar und bei allen bereits getätigten Buchungen müssen die Kunden ihre Flüge gegebenenfalls umbuchen.

Auf der beliebten 35-tägigen Karibik-Route der Mein Schiff 1 wurden einige positive Corona-Fälle verzeichnet. Die Mein Schiff hat darauf den letzten Hafen nicht mehr angefahren und kommt nun bereits am 18.01.22 zurück anstatt am 19.01.22. Nach einiger Unsicherheit, ob die nachfolgende Tour stattfindet, hat TUI Cruises bekannt gegeben, diese mit verringerter Passagierzahl durchzuführen. Da die Buchungen diese Zahl bereits überstiegen, wurde einem Teil der Kunden die Kreuzfahrt storniert. TUI Cruises sei dabei nach eigenen Aussagen nach dem Buchungszeitpunkt vorgegangen.

Was passiert, wenn ich  positiv getestet werde?

Im Falle eines positiven Testergebnisses im Hafenterminal, garantiert TUI Cruises keine kostenfreie Umbuchung oder Stornierung. TUI empfiehlt daher den Abschluss einer umfassenden Reisekranken- und Rücktrittsversicherung.

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AIDA Cruises

Umbuchungen

Die Rostocker Reederei AIDA Cruises hatte mit vielen Rückschlägen zu kämpfen und musste viele Reisen absagen. Allerdings hat AIDA Cruises wieder Fahrt aufgenommen und hat verschiedene Schiffe im Einsatz. 

Bei abgesagten Kreuzfahrten von AIDA Cruises bekommen alle Gäste für bereits getätigte Zahlungen an AIDA ein Reiseguthaben in Höhe ihrer bisher geleisteten Zahlungen plus 10 % Bonus. AIDA möchte sich somit für das Vertrauen seiner Gäste bedanken. 

Dieses Reiseguthaben kann für alle Buchungen von AIDA Reisen bis zum 31. Dezember 2021 eingelöst werden. Dies gilt auch für MyAIDA-Leistungen oder Bordguthaben. Wenn Gäste schon MyAIDA-Leistungen gebucht haben, werden diese selbstverständlich ebenfalls zurückerstattet.

Wenn Gäste nicht umbuchen möchten, erstattet AIDA ihnen den gezahlten Reisepreis zurück, allerdings ohne den Bonus von 10%. 

Weitere Informationen darüber, wie Sie das Reiseguthaben bekommen, finden Sie hier in der Anleitung von AIDA Cruises.

Wie geht es weiter?

Nachdem AIDA bereits 2020 schon zweimal Fahrt aufgenommen hatte und die eingesetzten Schiffe aufgrund verschiedener Probleme wieder einstellen musste, feierte die Reederei am 20. März den dritten Neustart. Seitdem ist die AIDAperla auf einer Route auf den Kanaren gefahren. Die Reise hat auf Gran Canaria gestartet und die Gäste nach La Palma, Teneriffa, Fuerteventura und nach Lanzarote gebracht. Gäste konnten dabei eine sieben-, eine vierzehn- oder eine einundzwanzigtägige Kreuzfahrt buchen. Seit dem 10. Juli fährt das Schiff auf zwei verschiedenen siebentägigen Rundreisen ab/ bis Mallorca. Die Reisen sollen bis 30. Oktober stattfinden. Zwischen dem 3. bis 10. Juli hat eine Überführungsreise von Gran Canaria nach Mallorca statt gefunden.

Neben der AIDAperla befindet sich außerdem seit dem 22. Mai die AIDAsol im Einsatz. Das Schiff hat von Kiel aus Kreuzfahrten angeboten, die für drei-, vier- und sieben Nächte buchbar waren und bis in den Juni ausgeführt wurden. Seit dem 1. Juli bietet das Schiff Kreuzfahrten ab/ bis Warnemünde an. Ab Kiel bietet jetzt die AIDAprima Kreuzfahrten an.

Ein weiteres Schiff ist der AIDAsol am 23. Mai gefolgt. AIDA Cruises setzt seit Mai die AIDAblu in Griechenland ein. Derzeit sind 22 Abfahrten ab/ bis Korfu geplant. Das Schiff startet wöchentlich auf eine neue Kreuzfahrt bis in den Oktober. Passagiere können die Route auch als vierzehntägige Reise buchen. Auf der Reise stehen neben Korfu die Häfen von Katakolon, Heraklion, Rhodos und Piräus auf dem Plan.

Ende Juli wurden zwei weitere Schiffe zurück in den Dienst geholt. Seit dem 29. Juli hat die AIDAstella ab Mallorca Fahrt aufgenommen, kurz danach am 31. Juli ist ihr die AIDAmar ab Hamburg gefolgt. Die AIDAmar fährt auf einer Norwegenkreuzfahrt, die nur für geimpfte Personen angeboten wird. Allerdings dürfen diese dann auch individuell das Schiff verlassen. 

Ab dem 5.September hat auch die Saison der AIDAluna gestartet. Das Schiff fährt jetzt auf drei- und viertägigen Touren ab/ bis Kiel.

Auch AIDA Cruises musste, um einen gesicherten Fahrtplan für die kommende Saison erstellen zu können, verkünden, dass es eine allgemeine Impfvorgabe für Personen ab 12 Jahren geben wird. Kinder unter 12 Jahren dürfen mittels eines negativen Testergebnisses an den Nordeuropa-, Kanaren- und Mittelmeer Kreuzfahrten teilnehmen. Von den Orient- und Karibik Kreuzfahrten ist diese Gruppe ausgeschlossen. Auch hier sind dadurch viele Freiheiten wie Selbstbedienung am Buffet und einige Lockerungen bei den Wellnessangeboten möglich.

AIDA hat nun verkündet, dass sowohl im Orient, in der Karibik, als auch in Europa freie Landgänge auf den kommenden Kreuzfahrten möglich sein werden. Individuelle Landgänge werden auf folgenden Schiffen möglich sein: AIDAblu, AIDAnova, AIDAperla, AIDAprima, AIDAsol, AIDAstella, AIDAvita und AIDAbella. Unter drei Jahren sind individuelle Landgänge erlaubt, alle Reisenden ab 12 Jahren müssen verpflichtend über einen vollständigen Impfschutz verfügen. 

Am 14.12.2021 sticht das jüngste und weltweit erste LNG-Kreuzfahrtschiff der AIDA-Flotte, die AIDAnova nach 21 Monaten Pause wieder in See. Sie übernimmt die ersten Strecken der neuen AIDAcosma, dessen Bau sich verzögert. Das ist mehr Zeit, als sie bisher im Dienst verbracht hatte. Zwischen der Indienststellung und dem Stillstand lagen gerade einmal 15 Monate. Am 14.12.2021 und am 19.12.2021 wird das Schiff Kurzreisen nach Norwegen durchführen, am 22.12.2021 geht es auf die Weihnachts- und Silvesterkreuzfahrt auf die Kanarischen Inseln. Dort wird die AIDAnova über den Winter verbleiben. 

Familien können durchatmen. AIDA Cruises bietet nun auch wieder individuelle Landgänge für ungeimpfte Kinder unter 12 Jahre an. Das gilt für alle Reisen in Europa von AIDA Kreuzfahrten. Somit also für AIDAprima ab Hamburg, für AIDAnova auf den Kanaren sowie AIDAmar auf den Kanaren und auch für AIDAstella und AIDAblu im Mittelmeer!

Auf die Empfehlung des Auswärtigen Amtes, keine Kreuzfahrten zu unternehmen, reagierte AIDA Cruises mit einer Stellungnahme. Im Bezug auf die Testungen schreibt AIDA: „[…]Für die Wintersaison 2021/2022 wurden diese hohen Standards mit den zuständigen Behörden in allen unseren Destinationen sowie einem internationalen Team medizinischer Experten nochmals erweitert. So ist u.a. neben negativen COVID-19-Testbefunden (Antigen und PCR) auf allen Kreuzfahrten in der Karibik und im Orient für Gäste jeden Alters ein vollständiger Impfschutz (auch für Genesene) Voraussetzung für die Mitreise. Auf den Kanaren, im Mittelmeer und in Nordeuropa gilt diese Regelung aktuell für alle Gästen ab 12 Jahren.[…]“

Nachdem es auf der Silvesterreise der AIDAnova in Madeira ebenfalls positive Testergebnisse sowohl bei den Gästen als auch bei der Crew gab, musste auch dieses Schiff seine Tour abbrechen. Die Gäste mussten in Lissabon von Bord gehen. Der Flughafen war durch den Ansturm jedoch völlig überlastet, wodurch viele Menschen am Flughafen festsaßen. AIDA Cruises untersagt nun flottenweit individuelle Landausflüge bis Ende Februar.

Kurzfristig hat AIDA die AIDAluna im Januar außer Betrieb genommen, da nur zwei Schiffe in der Karibik fahren sollen. Da Gäste können auf die AIDAperla und die AIDAdiva umbuchen.

Was passiert, wenn ich  positiv getestet werde?

Hat man beim Test kurz vor der Kreuzfahrt bei AIDA ein positives Testergebnis, bietet AIDA eine kostenfreie Umbuchung an. Wird man hingegen erst auf See positiv getestet, stellt AIDA für die Quarantäne im Zielgebiet eine kostenlose Unterkunft, sowie eine kostenlose Rückreise nach Deutschland.

In Jedem Fall lohnt sich jedoch eine Auslandskrankenversicherung, denn AIDA kommt nicht für die Kosten einer medizinisch bedingten weiterführenden Behandlung an Land und einer medizinisch bedingten Rückführung nach Deutschland auf.

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MSC Kreuzfahrten

Umbuchungen

In vielen Regionen, die MSC Cruises anfährt, müssen Passagiere eine COVID-19-Versicherung vorlegen, daher ist diese für alle Gäste an Bord obligatorisch. Die Versicherung muss die mit COVID-19 verbundenen Risiken abdecken, wie etwa Stornierung, Unterbrechung der Reise, Rückreisekosten, Quarantäne, ärztliche Hilfe und damit verbundene Kosten sowie Krankenhausaufenthalte. Darüber hinaus ist es wichtig, dass sie auch greift, wenn der betreffende Passagier als Kontaktperson gilt.

Da auch MSC Cruises nun nur noch geimpfte Gäste an Bord lässt, haben alle Personen, die bis zu ihrem Kreuzfahrttermin noch keine vollständige Impfung vorweisen können, die Möglichkeit, auf einen späteren Zeitraum umzubuchen oder eine Erstattung zu beantragen.

Nun hat MSC seine flexiblen Umbuchungsbedingungen bis zum Sommer 2022 verlängert. Folgende Bedingungen gelten daher:

  • „Bis 21 Tage vor Abfahrt kann die Kreuzfahrt für Abfahrten bis einschließlich Sommer 2022 ohne Angaben von Gründen kostenfrei umgebucht werden
  • Eine Umbuchung auf ein anderes Reisegebiet bzw. auf ein anderes Schiff ist möglich
  • Das neue Abfahrtsdatum muss im Zeitraum bis 30.09.2022 liegen
  • Gültig für alle Buchungen vom 01.08.2020 – 31.12.2021
  • Diese Regelungen gelten für Einzelplatzbuchungen | Für Fly & Cruise und Gruppenbuchungen gelten besondere Bedingungen
  • Ausgenommen sind Buchungen mit Abfahrten in der Wintersaison 2022/23″

Quelle: Schiffe-und-kreuzfahrten.de

Wie geht es weiter?

Wie bei AIDA Cruises gab es bei MSC ebenfalls mehrere Anläufe für einen Neustart. Seit dem 24. Januar hat die Reederei allerdings wieder Fahrt aufgenommen. Die MSC Grandiosa steuert seitdem auf einer siebentägigen Kreuzfahrt im Mittelmeer die Häfen von Civitavecchia, Neapel, Palermo und La Valletta an.

Seit dem 1. Mai ist ein weiteres Schiff der Flotte wieder in Betrieb. Die MSC Seaside fährt ebenfalls auf einer Route im Mittelmeer. Auf der siebentägigen Reise werden ab/ bis Genua Häfen in Italien sowie Malta angesteuert. 

Auch die MSC Virtuosa hat wieder Fahrt aufgenommen. Seit dem 20. Mai wurden mit ihr drei und viernächtige Reisen ab/ bis Southampton angeboten. Seit dem 12. Juni fanden die Kreuzfahrten einwöchig statt. Mittlerweile gab es eine Überfahrt ins Mittelmeer, wo die MSC Virtuosa seit dem 22. September unterwegs ist. 

Am 12. Juni ist die MSC Orchestra zurück in den Dienst geholt worden. Das Schiff fährt auf einer Route in der Adria und im östlichen Mittelmeer. Die MSC Splendida fährt ebenfalls wieder. Auf der siebennächtigen Kreuzfahrt werden Häfen in Italien, Kroatien, Griechenland und Montenegro angefahren.

Seit dem 20. Juni fährt die MSC Magnifica ab/ bis Venedig eine Route im östlichen Mittelmeer. Auch die MSC Seaview hat wieder Fahrt aufgenommen. Am 3. Juli sind die Kreuzfahrten ab/ bis Kiel gestartet und sollen bis Anfang Oktober durchgeführt werden. Gäste haben seit dem 23. Juli zudem die Möglichkeit die Kreuzfahrt ab/ bis Warnemünde zu buchen.

Ende Juli ist die MSC Bellissima in Saudi Arabien auf Kreuzfahrt gestartet. Diese Tour ist allerdings nur in Saudi-Arabien buchbar.

Seit Anfang August ist die MSC Meraviglia auf einer Tour von Miami zu den Bahamas gestartet. Die MSC Divina ist dem Schiff Mitte September gefolgt. Seit dem fährt die MSC Divina von ihrem neuen Heimathafen Port Canaveral/ Orlando in Florida aus ebenfalls eine Tour in den Bahamas. Ab November soll die MSC Seashore in einem weiteren US-Hafen eingesetzt werden.

Anfang Oktober meldet MSC die erfolgreiche Fortsetzung nach der schrittweisen Wiederaufnahme des Unternehmens von Kreuzfahrten in Großbritannien, Europa, Nordamerika und dem Nahen Osten. Die Schiffe MSC Seaside, MSC Preziosa und MSC Splendida werden in der Wintersaison 2021 in Brasilien stationiert sein – insgesamt sind dann bis zu 15 Schiffe der MSC Flotte wieder im Einsatz. Mit der südafrikanischen Regierung willigt ein weiterer wichtiger Markt von MSC Cruises ebenfalls in die Wiederaufnahme des Kreuzfahrtbetriebs ein.

Auch MSC legte fest, dass bei allen Reisen des Winterprogramms es erforderlich ist, dass die Gäste bei der Einschiffung alle benötigten Reiseunterlagen vorlegen, z.B. ein negatives Testergebnis, einen Impfnachweis und COVID-Versicherungsunterlagen. Auch MSC sieht freie Landgänge in den meisten Fahrtgebieten vor, auch wenn dies noch nicht final bestätigt werden kann, obwohl berechtigte Hoffnung darauf besteht. Auf welchen Fahrtrouten freie Landgänge vorgesehen sind, ist auf der Website der MSC Cruises einsehbar.

Für sein Winterprogramm hat MSC nun ein einheitliches Modell festgelegt, welches eine vollständige Impfung und Test vorsieht:

  • Alle Gäste ab 12 Jahren müssen vollständig geimpft sein, sowie einen negatives Covid-19 Testergebnis vorlegen können, welcher nicht älter als 72 Std sein darf
  • Gäste ab zwei Jahren müssen einen negativen RT-PCR-Test oder Antigentest vorweisen, der bei Abfahrt des Schiffes nicht älter als 48 Stunden sein darf
  • Ein weiterer Covid-19-Test wird außerdem bei Einschiffung an Bord vorgenommen

Im Sommer 2022 wird nach langer Zeit endlich wieder die gesamte MSC-Flotte in See stechen. Dabei werden ganze 15 Schiffe im Mittelmeer eingesetzt und bieten mit über 40 Routen die größte Routenvielfalt von MSC in dieser Region. In Nordeuropa werden 5 Schiffe eine Routenvielfalt von bis zu 50 Routen abdecken.

Die MSC Magnifica musste kurzfristig ihre Weihnachtreise, sowie alle weiteren Fahrten bis zum 15.01.2022 absagen. Grund dafür ist die sich ausbreitende Omikron-Variante. Da England seit 20.12. wieder als Virusvariantengebiet eingestuft wurde, musste MSC die Vermischung englischer und deutscher Gäste strikt unterbinden. Da auch geimpfte Personen sich im Anschluss an die Reise 14 Tage in Quarantäne begeben müssten. Weiterhin wird auch der Lockdown in den Niederlanden als Mit-Begründung für die Absagen genannt. 

Weil die britischen Gäste bereits an Board waren, musste MSC die Kunden ihrer Weihnachtsreise vor Ort wieder nach Hause schicken. Alle Gäste kommender Buchungen werden über ihre Buchungsplattformen informiert.

Auch MSC musste positive Corona-Fälle melden. Auf der MSC Grandiosa wurden 40 Fälle nachgewiesen. Die Gäste wurden wieder zu Ihren Zustiegshäfen gebracht. Weitere Schiffe wie die Seaview und Seashore sollen ebenfalls betroffen sein. 

Brasilien hat hier die Reißleine gezogen und in Absprache mit MSC und Costa Kreuzfahrten folgende Schiffe erst einmal pausiert: Costa Diadema, Costa Fascinosa, MSC Seaside, MSC Splendida und MSC Preziosa. Die Außerbetriebnahme soll vorerst bis zum 21.01. fortgesetzt werden.

MSC stellt Kreuzfahrten auf dem britischen Markt bis zum 08.02. 2022 aufgrund der Einstufung als Virusvariantengebiet ein, dazu gehört zum Beispiel die MSC Magnifica.

Die MSC Seaview ist zum Skandalschiff der Reederei geworden. Berichten zufolge musste das Schiff an einem Tag über 200 Passagiere wegen positiver Coronatests ausschiffen, darunter sei auch Personal betroffen. Zahlreiche Häfen in der Karibik verweigern dem Schiff das anlegen.

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Weitere Informationen zu anderen Kreuzfahrten finden Sie bei der jeweiligen Reederei und Auskunft über die Maßnahmen, um Corona zu bekämpfen, finden Sie beim Bundesgesundheitsministerium.

Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen

Da mehrere Kreuzfahrtschiffe wieder Fahrt aufgenommen haben, gibt es einige Besonderheiten in Form umfassender Sicherheits-Konzepte. Diese beinhalten, neben den bereits bestehenden sehr hohen Hygiene- und Gesundheitsstandards, eine Vielzahl weiterer präventiver Maßnahmen.

So finden die ersten Kreuzfahrten mit einer deutlich niedrigeren Auslastung der Passagier-Kapazitäten (ca. 60-80%) statt. Außerdem sind alle Reisen auf einen kürzeren Zeitraum beschränkt. Landgänge finden größtenteils im Rahmen geführter Ausflüge statt, um die Einhaltung aller Hygienemaßnahmen gewährleisten zu können.

Bevor die Kreuzfahrt überhaupt losgeht, soll schon so weit wie möglich gewährleistet sein, dass alle an Bord Anwesenden gesund sind. Besatzungsmitglieder und Urlauber müssen deshalb einen negativen COVID-19-Test vorlegen. 

Der Check-in findet online statt. Darüber hinaus wird durch feste Einschiffungs- und Ankunftszeiten die Anzahl der Personen am Hafenterminal reduziert.

Während der Reise wird sehr viel Wert auf Hygiene und Sauberkeit gelegt. Neben dem Mindestabstand von 1,5 Metern und der Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in Innenräumen und an Orten, an denen der Mindestabstand nicht gewährleistet werden kann, gibt es Plexiglas-Aufsteller und Markierungen auf dem Boden für sichere Wege. Außerdem findet eine intensive Reinigung des gesamten Schiffs und eine dauerhafte Frischluft-Zufuhr von außen statt. 

Alle Veranstaltungsorte und Unterhaltungsangebote sind auf weniger Menschen ausgerichtet.

Auf medizinische Versorgung wird besonders großen Wert gelegt. An Bord befindet sich Personal, das die Maßnahmen kontrolliert und das restliche Personal hinsichtlich der Ausbreitung des Coronavirus schult. Falls es trotz allem zu einer Infektion kommen sollte, sind die Schiffe gut vorbereitet. So gibt es beispielsweise Corona-Tests, Beatmungsgeräte und einen Notfall-Plan, um infizierte Personen sicher vom Schiff bringen zu können.

Die genauen Maßnahmen von TUI Cruises, AIDA Cruises und MSC Kreuzfahrten finden Sie, wenn Sie auf den jeweiligen Namen klicken. 

Wie geht es in der Kreuzfahrt-Branche weiter? 

Da gerade im Winter immer noch Unsicherheit herrscht, ist es schwierig, Prognosen darüber aufzustellen, wann der Betrieb sich wieder komplett normalisiert haben wird. Im Vergleich zu letztem Jahr im März/ April in dem kein einziges Schiff mehr gefahren ist, ist in der Kreuzfahrtbranche eine stark positive Tendenz erkennbar. Kreuzfahrtschiffe sind wieder unterwegs und die Hygiene-Maßnahmen an Bord zeigen Wirkung. Es gibt Grund zur Hoffnung. 

Stand: 21. Januar 2022