Der Coronavirus und die damit verbundenen Folgen beschäftigen weiterhin die ganze Welt. Reisen wurden abgesagt und Grenzen geschlossen. Diese Maßnahmen sollen die Pandemie bekämpfen und weitere Ausbreitungen stoppen. Einige Erfolge konnten schon erzielt werden. Wir möchten Sie hier über Neuigkeiten bezüglich des Coronavirus in der Kreuzfahrtbranche informieren, damit Sie auf dem neusten Stand sind.

kreuzfahrt corona

Aktuelle Lage in der Kreuzfahrtbranche

Die Regierung und Unternehmen/ Reedereien müssen aktuell sehr flexibel sein, denn Neuigkeiten bezüglich Corona erfolgen meist sehr kurzfristig. Aus diesem Grund können sich Reisebedingungen täglich, wenn nicht sogar stündlich ändern. Außerdem wurde eine weltweite Reisewarnung vom Auswärtigen Amt ausgesprochen, die aktuell bis zum 14 Juni 2020 gültig ist. Dort heißt es, dass nicht notwendige Reisen ins Ausland unterlassen werden sollten. Erstmalig ist im Gespräch, diese Reisewarnung nicht zu verlängern. Weitere und detailliertere Informationen zur Reisewarnung und zu Rückholaktionen finden Sie hier.

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© Dubai Infoguide

Um den Passagieren ihre Kreuzfahrt trotzdem zu ermöglichen, hat man anfangs nur Umroutungen vorgenommen und die Häfen in den Krisengebieten umfahren. Anschließend stoppten diverse Städte die Einreise für ausländische Gäste in ihren Häfen. Der Orient, mit Abu Dhabi und Dubai, war zum Beispiel eines der ersten Gebiete, welches seine Häfen für Kreuzfahrtschiffe schloss. Mit der Zeit wurde die Lage immer ernster und die Reedereien und Reiseveranstalter stellen die Gesundheit der Bevölkerung, Gäste und Crew-Mitglieder natürlich an erste Stelle. Deswegen kommt es bei allen Reedereien zur Zeit zu deutlichen Einschränkungen und Absagen/ Stornierungen der Kreuzfahrten.

Reedereien

Die Reedereien müssen natürlich, wie viele andere Branchen, auch gewisse Sicherheitsmaßnahmen befolgen. Deswegen führt leider kein Weg daran vorbei, dass Kreuzfahrten umgeroutet bzw. komplett gestrichen werden müssen.

Das hat aber zur Folge, dass bei den meisten Kreuzfahrern viele Fragen bezüglich Storno oder Umbuchungen offen bleiben und Sie keine einheitlichen Antworten bekommen.

Deswegen finden Sie im Folgenden die Auskünfte verschiedener Reedereien (MSC Cruises, AIDA, TUI) zur aktuellen Situation. So können Sie genau sehen, ob und wie Ihre Kreuzfahrt durch den Coronavirus beeinträchtigt wird.

AIDA Cruises

Da die Lage immer noch kritisch ist, hat AIDA Cruises die Unterbrechung der Reisesaison bis zum 30. Juni verlängert.

Umbuchungen

Alle Gäste deren Reise zwischen dem 8. März und 30. Juni 2020 stattfinden sollte, bekommen bereits getätigte Zahlungen in Form des Reiseguthabens erstattet. Außerdem möchte AIDA sich für das Vertrauen seiner Gäste bedanken, indem die Gäste zusätzlich einen Bonus in Höhe von 10% auf bereits geleistete Zahlungen bekommen.

Dieses Reiseguthaben kann für alle Buchungen von AIDA Reisen bis zum 31.12.2021 eingelöst werden. Dies gilt auch für MyAIDA Leistungen oder Bordguthaben. Wenn Sie shon MyAIDA Leistungen gebucht haben, werden diese selbstverständlich ebenfalls bis Ende April zurückerstattet. 

Wenn Sie nicht umbuchen möchten, wird AIDA Ihnen den gezahlten Reisepreis zurückzahlen, allerdings ohne den Bonus von 10%. 

Weitere Informationen darüber, wie Sie das Reiseguthaben bekommen finden Sie hier in der Anleitung von AIDA Cruises.

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TUI Cruises

TUI Cruises hat alle Reisen mit Abreisetermin bis Mitte Juni 2020 abgesagt

Umbuchungen

Gäste, die von den abgesagten Kreuzfahrten betroffen sind, haben die Möglichkeit kostenfrei bis zum 31. Juli 2020 auf eine alternative Reise des TUI-Kataloges umzubuchen. Zusätzlich bekommen Sie 10% Ermäßigung auf Ihre neue Reise inklusive An- und Abreisepaket, wenn Sie bis zum 31.10.2020 umbuchen. Bei Umbuchungen bis zum 31.12.2021 bekommen Sie 5% Ermäßigung

Desweiteren sollten in diesem Zeitraum zwei Eventreisen stattfinden (The Kelly Family Cruise & Jeckliner 2). In diesem Fall steht TUI Cruises mit den Künstlern in engem Kontakt, um alternative Termine zu finden. Wenn dies geschehen ist, werden Sie umgehend von TUI informiert und umgebucht. Sollten Sie eine Umbuchung auf eine andere Reise wünschen, können Sie diese auch durchführen und erhalten wieder 10% Ermäßigung auf die neue Reise.

Alle Kreuzfahrtgäste, die eine Reise antreten sollten, die bis zum 31. Juli 2020 stattfindet, können bis spätestens fünf Tage vor Abreise kostenfrei umbuchen.

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MSC Cruises

MSC Cruises hat die Einstellung seines Kreuzfahrtbetriebes sogar bis zum 10. Juli 2020 erweitert. Alle Ersatzleistungen, die Sie in Anspruch nehmen können, finden Sie hier in der Übersicht.

Umbuchungen

Kreuzfahrten mit Abreisedatum bis einschließlich 30. September 2020 können unter folgenden Bedingungen kostenfrei auf einen späteren Zeitpunkt umgebucht werden:

  • bis spätestens 48 Stunden vor geplanter Abfahrt des Schiffes müssen Sie sich für eine Umbuchung mit MSC in Verbindung setzen
  • bei Buchungen mit Flugan- und Abreise über MSC müssen Sie sich bis zu 96 Stunden vor Abreisetermin bei MSC melden
  • Umbuchungen sind auch in eine andere Region möglich
  • wenn die neue Reise preislich hochwertiger ist, zahlen Sie lediglich die Differenz 
  • Umbuchungen sind für Sie kostenfrei, nur für Flüge können gegebenenfalls Stornogebühren anfallen

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Weitere Informationen zu anderen Kreuzfahrten finden Sie bei der jeweiligen Reederei und Auskunft über die Maßnahmen, um Corona zu bekämpfen, finden Sie beim Bundesgesundheitsministerium.

Wie geht es weiter?

Der aktuellen Lage nach zu urteilen, kann man jetzt nur noch abwarten und beobachten, wie die Situation sich entwickelt – egal, ob als Reisender oder als Reederei. Derzeit ist es noch nicht absehbar wann sich die Situation lockert und man kann nur ungenaue Prognosen stellen. Ansonsten können wir Ihnen nur raten, dass Sie Ihre Kreuzfahrt umbuchen oder lassen Sie sich einen Gutschein für eine zukünftige Kreuzfahrt ausstellen. Denn auch die Reedereien haben es momentan nicht einfach. Zeigen Sie ihre Loyalität gegenüber Ihrer Reederei und geben Sie ihnen etwas Sicherheit, sodass die Unternehmen sehen, dass sie Sie als Gäste nicht verlieren.

Wie geht es weiter – an Bord?

Im Internet gibt es viele wilde Spekulationen zu dem Thema, wann Kreuzfahrten wieder stattfinden können. Viele Gäste, die eine Kreuzfahrt für Ende des Jahres gebucht haben, hoffen, dass sich die Situation bis dahin wieder normalisiert hat. Aber die Wahrheit ist wohl, dass niemand genau sagen kann, wie lange der Shutdown noch andauert. 

Ein amerikanischer Reisemarkt-Analyst hat sich Gedanken gemacht, unter welchen Umständen Kreuzfahrtschiffe so schnell wie möglich wieder in See stechen könnten. Einige seiner Ideen waren zum Beispiel, dass die Kreuzfahrtschiffe mit einer geringeren Auslastung fahren müssten. Das heißt, dass ein Schiff weniger Passagiere mitnimmt, als es eigentlich könnte, um große Menschenmengen zu vermeiden. Zusätzlich müssten gewisse Screening-Maßnahmen eingehalten werden. Dabei handelt es sich um ein Verfahren mit dem Krankheiten gefunden werden können. Sollte dies der Fall sein, leidet aber natürlich die ausgelassene Urlaubsstimmung der Passagiere dadrunter. Ebenfalls kann natürlich auch nicht versprochen werden, dass Landgänge bzw. -ausflüge wie geplant stattfinden. Denn zur Zeit haben fast alle Städte ihre Häfen noch für Kreuzfahrtschiffe geschlossen und man kann nicht genau sagen, wann diese Regelungen gelockert werden.

Hygiene Pläne – So könnte es in Zukunft aussehen

kreuzfahrt coronaIn Amerika hat sich nicht nur die Gesundheitsbehörde Gedanken über die Zukunft der Reisen gemacht, sondern auch schon eine bestimmte Reederei – Genting Cruise Lines. Die Reederei hat einen Katalog mit Hygiene-Maßnahmen erarbeitet. Mithilfe dieses Kataloges sollen Crew Mitglieder und Passagiere vor Neuansteckungen mit dem Coronavirus geschützt werden, sollte es bald dazu kommen, dass Kreuzfahrtschiffe ihre Reisen wieder aufnehmen dürfen. 

Hier einige Stichpunkte, die Sie im Katalog finden:

  • keine Selbstbedienung am Buffet
  • Crew trägt Gesichtsmasken
  • Houskeeping- & Barpersonal trägt Einmalhandschuhe
  • Temperaturmessung bei Ein- & Ausschiffung, sowie zwei mal täglich bei der Crew
  • Desinfektion der Kabinen zwei mal täglich
  • Ausflugsbusse werden auf die Hälfte der Passagierzahlen reduziert
  • Reduzierung der Passsagier-Kapazität auf die Hälfte in Passagierbereichen

Diese Maßnahmen wendet Genting Cruise Lines auf seine drei Marken Crystal-, Dream- und Star Cruises an. Außerdem geht dieser Katalog Hand in Hand mit der „no sail order“ der US-Gesundheitsbehörde, die seit dem 15. April 2020 in Kraft getreten ist. Diese Vorschrift besagt nämlich, dass die Reedereien alles dafür tun sollen, dass die weitere Verbreitung des Virus eingedämmt wird. Dies soll zum Beispiel dadurch geschehen, dass die medizinische Versorgung an Bord ausgebaut wird. Dazu gehören Labortests, Überwachung der Erkrankungen an Bord, tägliche und wöchentliche Berichterstattung uvm. Diese Regelungen können auch zukünftigen Passagieren in Deutschland Hoffnung geben, dass solche Hygiene-Kataloge auch bald hierzulande eingeführt werden.

 

Stand: 25.05.2020

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